Fange an, bevor du dein Projekt tot denkst.

Umsetzung, Durchhalten, Ziele setzen

Du hast eine Idee. Ein Gedanke formt sich in deinem Kopf. Der Impuls zu Handeln ist auch schon da.

Und dann….Dann löst sich alles in Luft auf. Einfach so. Weil da wieder einmal eine Stimme dir zuflüstert: „Das geht doch so nicht…/ Da musst du erst noch…/ Das schaffst du nicht…/ Halte dich lieber zurück…“ Oder eine Variante davon.

Meine beliebtesten Ausreden, wenn es darum ging, nicht anzufangen:

Top 1: Der Kunde fühlt sich bestimmt gestört, wenn ich ihn jetzt anrufe.

Top 2: Ich muss erst noch mehr über das Produkt wissen.

Top 3: Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.

Top 4: Ich brauche erst einmal einen Kaffee.

Das Problem mit diesen Dingen ist, sie sind Geschichten. Geschichten, die ich mir selbst erzähle. Dahinter stecken tiefe Überzeugungen (na ja, bis auf den Kaffee).

Diese Geschichten rauben dir Zeit, Geld, Energie und Motivation.

Ich glaubte wirklich, dass ich störe, nerve, zu einem unpassenden Zeitpunkt komme, generell Akquise ein wirkliches Teufelszeug ist.

Ich war wirklich der Überzeugung, dass es besser ist, erst einmal jede Produktkleinigkeit zu kennen und alles auswendig zu lernen, bevor ich irgendjemanden anspreche.

Sonst nicht so sehr auf den Mund gefallen, war ich plötzlich der Meinung, ich könnte auf keinen Fall etwas sagen.

Mach dir bitte bewusst, dass das Geschichten sind.

Geschichten, die du dir selbst immer und immer wieder erzählst. Und dadurch sind sie für dich so real. Du glaubst sie wirklich.

Du hast zwar eine Idee und auch die nötige Motivation. Aber dein Verstand gibt dir immer, immer, wirklich immer wieder Gründe dafür, warum du das nicht tun kannst.

Nutze dein gesamtes Potential, nicht nur deinen Verstand!

Dein Verstand ist es auch, der dir all die „was wäre, wenn…“ Szenarien in den dunkelsten Farben ausmalt. Das bedeutet: verlässt du dich nur auf deinen Verstand, dann bist du verlassen.

Denn du denkst ein Projekt zu Tode. Einfach aus dem Grund heraus, weil dein Verstand dir hundert verschiedene Argumente liefert, warum du scheitern wirst.

Die Lösung dazu:

# Schritt 1: nach anderen Möglichkeiten fragen

Ganz simpel eigentlich und doch so selten genutzt.

Anstatt zu denken „Ich nerve den Kunden bestimmt“, könntest du das ersetzen durch „wie soll das Gespräch laufen, damit es für beide Seiten sehr angenehm ist?“

Statt „ich muss noch mehr wissen und ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“ nimmst du „wodurch wird mein Kunde hellhörig, was könnte ihn interessieren und welche Punkte kann ich ansprechen“.

Du stellst dir selbst offene Fragen. Du wirst sehen, auf einmal bist du in einer ganz anderen Stimmung.

Wo vorher nur Schwierigkeiten waren, entdeckst du plötzlich so viele Möglichkeiten. Frage ruhig nach den nächsten Schritten.

  • Was muss ich tun, damit der Kunde mit mir spricht?
  • Wie kann ich mit der Beschwerde gut umgehen?
  • Welche Partner kann ich in dieses Projekt mit einbinden?
Schritt 2: Und dann fängst du einfach mal an

Klingt auch erst mal simpel und ist dennoch so schwer. Zumindest am Anfang. Hast du dir deine offenen Fragen gestellt, dann werden sich dir Perspektiven aufzeigen, die du vorher noch nicht einkalkuliert hast.

Das Beste daran ist, es wird sich locker und leicht anfühlen. Denn, wo vorher noch Frust und De-Motivation zu spüren war, wirst du jetzt mit Zuversicht und Entdeckergeist deine Akquise machen.

 

Also frage nach Möglichkeiten und fange an, bevor dein schöner Gedanke, deine Idee, dein Impuls sich in Luft auflöst.

Ich wünsche dir viel Spaß bei der Umsetzung!

Bis bald,
Antje
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Antje Scholz

ist Business- und Spiegelmentorin, Coach und Mutter von 2 Töchtern. Sie kündigte ihre klassische Vertriebskarriere und lebt das Leben, von dem sie als wildes Mädchen schon geträumt hat.

Mit ihrer Arbeit motiviert sie andere Menschen, ebenfalls den Blick in den Spiegel zu wagen und ihr volles Potential zu leben.