Dieser Artikel fällt mir schwer. Jetzt schon. Das ist mein 3. Versuch. So kenne ich mich gar nicht.

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Dabei ist das Thema doch so allgegenwärtig. Mittlerweile gehört es ja schon zum guten Ton, dass man über seine Fehler spricht. Und genau da fühle ich mich meist allein gelassen. Denn meine Fehler erkennen und darüber zu reden, das kann ich mittlerweile ganz gut. Doch sie wirklich anzunehmen, zu akzeptieren und sie als weise Ratgeber zu nutzen…nun ja.

Also dann, ein Selbstversuch.

Fehler #1 Stelle Verstand über Bauchgefühl

Ich gebe zu, aus der Nummer bin ich immer noch nicht raus. Wann immer es etwas gibt, was es zu entscheiden oder zu tun gilt, schreit mein Verstand mir nützliche Ratschläge hin. Besonders gut ist er dann, wenn es für ihn eigentlich keine Lösung gibt, weil er die Situation noch nicht kennt. Umso lauter wird dann gebrüllt.

Mein Bauchgefühl hingegen ist still und leise einfach da. Punkt. Ich muss nur mal hinfühlen, dann würde ich es merken. Es ist da. Auch in Situationen, die ich noch nicht kenne. Doch mein Verstand brüllt so laut, dass ich oftmals gar nicht wusste, wohin mit mir. Also habe ich mich oft verzettelt. Und dann kam so ein kleiner Gedanke von „hat sich schon vorher irgendwie komisch angefühlt“.

Ich befrage zukünftig mein Bauchgefühl. Dazu stelle ich mir mein Gefühl einfach als eine kleine Person auf einer Parkbank vor. Sie lächelt still und leise vor sich hin. Ich brauche mich nur zu ihr setzen und sie wird mit mir sprechen.

Fehler # 2 Ignoriere deine Leistungsfähigkeit

Es gibt Tage, da will ich einfach nur ins Bett. Oder raus in die Natur. Oder schlichtweg meine Ruhe. Die Liste, die getan werden müssen, ist lang. Und sie steht als mahnendes Beispiel zwischen mir und meinen Bedürfnissen.

Ich weiß einfach schon vorab, dass ich heute nicht das Gleiche schaffe, wie ich es vielleicht gestern geschafft hätte. Heute ist es einfach nicht möglich. Das Ende des Liedes ist immer und immer wieder: ein total mieser Tag.

In Zukunft passe ich die Liste meiner Leistungsfähigkeit an. Was nicht dringend notwendig ist, wird verschoben. PS: Heute ist so ein Tag. Heute wird nur dieser Artikel geschrieben und ein Gespräch geführt. Ansonsten setze ich mich mit meinem Hund in die Sonne.

Fehler # 3 Vergleiche dich mit anderen

Dieser Fehler ist bei mir auf der Kurzwahltaste. Ärgerlich. Doch ich sehe, wie alle anderen um mich herum besser Kontakte machen, besser schreiben, mehr lachen, glücklicher aussehen, dünner, klüger, gewitzter, erfolgreicher, lebenslustiger und so sehr besser sind als ich. Ich weiß, dass das theoretisch Quatsch ist. Dennoch vergleiche ich und leide. Denn genau das passiert beim Vergleichen: du bist immer schlechter dran. Oder aber du fühlst dich überlegen. Beides fühlt nicht zu einem ausgewogenen Selbstbild.

Mein Schritt raus: runter von der Kurzwahltaste. Ich übe mich jetzt in Achtsamkeit dem Vergleichen gegenüber. Was braucht es für mich, dass ich mich gut fühle? Wen oder was kann ich in mein Leben ziehen, damit auch ich … erlange? Wie könnte ich für mich gut sorgen, um… zu erreichen?

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren.

Bis Bald,

deine Antje
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Antje Scholz

ist Business- und Spiegelmentorin, Coach und Mutter von 2 Töchtern. Sie kündigte ihre klassische Vertriebskarriere und lebt das Leben, von dem sie als wildes Mädchen schon geträumt hat.

Mit ihrer Arbeit motiviert sie andere Menschen, ebenfalls den Blick in den Spiegel zu wagen und ihr volles Potential zu leben.