Wenn die Angst drei mal klingelt...

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Es geht nicht um die DSGVO oder das Finanzamt in diesem Artikel. Es geht um deinen Umgang mit angstmachenden Situationen. Und die Umsetzung der neuen Datenschutzgrundverordnung ist für viele Menschen ebenso beängstigend, wie ein Brief vom Finanzamt.

In beiden Fällen reagieren viele von uns mit Herzklopfen oder Ignoranz.

Und schwupps sind wir in unseren alten Verhaltensmustern drin.

Wie reagierst du, wenn du neue Situationen erlebst? Wenn du z.B. darüber nachdenkst, ob du deinen Job kündigst und dich selbstständig machst?

Oder wenn du Jemanden ansprechen sollst, ob er deine Produkte kauft/ mit dir zusammenarbeiten will?

Wie fühlt es sich an, wenn du über deine Preise sprichst?

Und, wie dick ist dein Fell (endlich mal ist dick das bessere Großartig), wenn dein Kunde nicht zahlen will oder sonst irgendwie meckert?

Zu blöd- mein Gegenüber merkt, dass ich mich nicht so wohl fühle

Seien wir doch mal ehrlich. All das sind Situationen, in denen du in der Regel irgendeine Form von Angst verspürst. Wir versuchen das immer gut zu verbergen. Soll ja bloß niemand merken. Klappt nicht, der Andere merkt es- garantiert.

Was also tun?

Ich zeige dir eine typische Situation und gebe dir 3 Tipps mit auf den Weg, wie du aus deinem bisherigen Angstverhalten eine sinnvolle Reaktion machst.

Typische Situation: KEINER KAUFT MEIN PRODUKT/ ICH VERDIENE NICHT GENUG

No 1: Nimm dieses Gefühl bewusst wahr!

Klingt einfach- ist es nicht. Denn du bist wahrscheinlich darauf trainiert, deine Gefühle als unpassend, unangemessen und störend zu empfinden. Das änderst du jetzt. Du nimmst sie wahr. Nur so kannst du mit ihnen konstruktiv umgehen.

Das könnte dann so aussehen:

  • „Aha, ich habe offensichtlich Angst, dass niemand mein Angebot braucht.“
No 2: Schaffe eine Lücke zwischen dir und deinem Gefühl!

Stell dir vor, dass dieses Gefühl ein Gegenstand ist, von dem du dich ein Stück entfernen kannst. Warum das so cool ist? Weil du damit checkst, dass DU nicht nur aus DIESEM Gefühl bestehst. Keine „Hase vor der Schlange“ Reaktion. Klar?

Das könnte dann so aussehen:

  • „Aha, ich habe offensichtlich Angst, dass niemand mein Angebot braucht.
  • Diese Angst ist mächtig groß und sitzt vor allem in meinem Bauch. Wie eine dicke, fette Kugel nistet sie sich da ein.“
No 3: Werde aktiv!

Kommt bewusst erst an dieser Stelle. Du musst erst wissen, dass dieses Gefühl da ist, bevor du aktiv werden kannst. Andernfalls nennt man das BLINDEN AKTIONISMUS und das will ja keiner.

Also werde aktiv und zwar mit Fragen. Was kann ich tun, um… Wer kann mir behilflich sein… Woher kenne ich diese Situation… Was hat mir damals geholfen… Wie kann ich hier was lernen…

Das könnte dann so aussehen:

  • „Aha, ich habe offensichtlich Angst, dass niemand mein Angebot braucht.
  • Diese Angst ist mächtig groß und sitzt vor allem in meinem Bauch. Wie eine dicke, fette Kugel nistet sie sich da ein.
  • Wen könnte ich fragen, der mir bei meiner Positionierung hilft? Was könnte ich tun, damit mehr Interessenten zu meinen Kunden werden“

Und, merkst du schon was? Merkst du den Unterschied zu vorher?

Jetzt hast du aktiv deine Reaktion auf eine Situation gesteuert. Das fühlt sich doch irre cool an, was?

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Bis Bald,
deine Antje
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Antje Scholz

ist Business- und Spiegelmentorin, Coach und Mutter von 2 Töchtern. Sie kündigte ihre klassische Vertriebskarriere und lebt das Leben, von dem sie als wildes Mädchen schon geträumt hat.

Mit ihrer Arbeit motiviert sie andere Menschen, ebenfalls den Blick in den Spiegel zu wagen und ihr volles Potential zu leben.