Wie ich mit meinem Neid Frieden schloss.

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Ich wäre manchmal froh, wenn ich heute nur von der Vergangenheit sprechen könnte.

Früher war ich oft neidisch auf meine Kollegen. Sie hatten die besseren Plätze, die besseren Kunden, die besseren Kontakte. Schlichtweg das bessere Leben. Ich wollte das auch und war wütend, dass es noch nicht so war.

Früher war ich oft neidisch auf meine Chefs. Sie konnten mir einfach so unliebsame Aufgaben zuteilen, konnten bestimmen, wo es lang geht. Ich war abhängig von ihnen, fühlte mich oft machtlos. Ich wollte meine Arbeit gewürdigt haben und immerwährende Anerkennung.

Alles in allem fühlte ich mich ungerecht behandelt, war neidisch auf Andere. Ich dachte: „ist ja klar, dass mir das wieder passiert“ und Ähnliches.

So langsam komme ich mir selbst auf die Schliche. Und dann heißt es: „Steh zu der Wahrheit!“

Ich gebe zu, es passiert mir heute noch. Dann kommen diese Gefühle durch. Allen voran der Neid. Ich kann mich dann nicht so richtig freuen für den Anderen. Freude vermehrt sich, wenn man sie teilt. Das mag sein. Doch eben nicht immer mit mir.

Ich bin neidisch. Dafür schäme ich mich. Früher zumindest schämte ich mich sehr. Mittlerweile registriere ich nur noch. Und schaue mir an, was da eigentlich darunter liegt. Und siehe da, es ist Angst.

  • Angst, dass ich es niemals so weit bringen könnte, wie die Person gegenüber.
  • Angst, dass mich Andere für zu dumm, zu naiv, zu unfähig halten könnten.
  • Angst, dass ich- im Vergleich- einfach mies abschneiden könnte.
  • Angst, dass niemand mich mag, mit mir zusammen arbeiten will.

Kurzum, ich habe Angst es nicht zu bringen. Ich möchte nicht bloßgestellt oder bewertet werden. Ich  möchte nach wie vor immerwährenden Zuspruch, möchte gelobt und geschätzt werden.

Wie geht es dir, wenn du mir dabei hilfst, 1 Mio. Euro und mehr zu verdienen?

Mich fragte mal Jemand, wie es mir damit geht, wenn ich ihr helfe 1 Mio. Euro zu verdienen. Es geht mir gut damit. Vorausgesetzt, ich verdiene das auch und du hilfst mir dabei. Diese Erkenntnis habe ich heute. Das ist ziemlicher Mist, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das gar nicht primär möchte. Ich bin einfach momentan neidisch, dass jemand mich sowas überhaupt fragt. Ich möchte auch so eine Frage stellen können.

Des Rätsels Lösung liegt in dem Erkennen und Wahrhaben der eigenen Wünsche

Heute bemühe ich mich diese Gefühle rechtzeitig zu erkennen. Damit ich es in der Hand habe, darüber aktiv zu entscheiden. Spornt es mich an? Möchte ich es eigentlich genauso haben? Was genau möchte ICH eigentlich? Und wie komme ICH dahin? Was kann ich tun, um den Erfolg für mich zu verbuchen.

Ich gebe zu, manchmal ist es bequemer auf Andere neidisch zu sein. Einfacher, erfolgreicher und gesünder für alle ist es jedoch, aktiv und bewusst seinen eigenen Weg zu gehen.

Ich wünsche dir viel Spaß dabei!

Bis Bald,
deine Antje
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Antje Scholz

ist Business- und Spiegelmentorin, Coach und Mutter von 2 Töchtern. Sie kündigte ihre klassische Vertriebskarriere und lebt das Leben, von dem sie als wildes Mädchen schon geträumt hat.

Mit ihrer Arbeit motiviert sie andere Menschen, ebenfalls den Blick in den Spiegel zu wagen und ihr volles Potential zu leben.